Kaffee
Mit durchschnittlich drei Tassen Kaffee pro Tag ist Kaffee noch vor Bier das beliebteste Getränk in Deutschland. Manch einer kommt ohne seine Tasse Kaffee erst gar nicht in den Tag und manch anderer benötigt Kaffee wie die Luft zum Atmen, um durch den Tag zu kommen.

Was ist das Geheimnis dieses Getränks? Kaffee ist ein koffeinhaltiges Heißgetränk, das aus gemahlenen und gerösteten Kaffeebohnen hergestellt wird. Daher stammt auch der Name Bohnenkaffee. Das bedeutet, dass der Kaffee aus Kaffeebohnen und nicht aus Zichorien, Gerstenmalz, etc. hergestellt wurde. Diese Kaffeebohnen werden aus den Steinfrüchten der Kaffeepflanze gewonnen, wobei die zwei wichtigsten Kaffeepflanzen-Arten Coffea arabica (Arabica-Kaffee) und Coffea canephora (Robusta) sind. Die Qualität des Kaffees hängt von der Art der Kaffeepflanze, dem Anbauort und der Sorte der Kaffeebohne ab. Aufgrund der Beliebtheit von Kaffee wird er inzwischen in über 50 Ländern auf der ganzen Welt angebaut.
Kaffee wird auf verschiedene Art und Weise aufbereitet. So gibt es die Trockenaufbereitung, bei der die Kaffeefrüchte, die ungefähr 50 bis 60 % Wasser enthalten, so lange ausgebreitet und gedreht werden, bis sie ein Wassergehalt von ca. 12 % haben. Diese Aufbereitung dauert ungefähr 3 bis 5 Wochen. Nach dem Trocknen werden mechanisch die trockene Fruchthaut und das trockene Fruchtfleisch abgeschält.
Die Nassaufbereitung und die halbtrockene Aufbereitung sind Aufbereitungsarten, die sehr kurz nach der Ernte vorgenommen werden müssen.
Nach der Aufbereitung werden die Kaffeebohnen nach Größe und Qualität sortiert und geröstet.
Kaffee gilt weltweit als eines der Lieblingsgetränke. Doch nicht überall wird Kaffee auf dieselbe Art und Weise getrunken. Die Art der Zubereitung ändert sich entsprechend der Kultur, dem persönlichen Geschmack und den nationalen Gepflogenheiten. Kaffee wird oft sogar als Zutat für die Zubereitung von Kuchen und Pralinen verwendet oder wird als Bonbon für Unterwegs gelutscht.
Bei der Flüssigzubereitung wird er mit heißem Wasser zubereitet. Hier gibt es den Direktaufguss, d. h. gemahlener Kaffee wird mit erhitztem Wasser direkt aufgegossen. Das kann entweder in einer Tasse, aber auch in einer Kanne erfolgen. Diese Art der Zubereitung ist als Räuberkaffee, Erntekaffee oder Leutekaffee bekannt.
Bei der Zubereitung mit Kaffeemaschinen wird heißes Wasser tröpfchenweise auf das Kaffeepulver, das sich in einer Filtertüte befindet, gelassen. Zurückzuführen ist dieses Verfahren auf Melitta Benz. Kaffeemaschinen sind ziemlich weit verbreitet und es gibt sie in allen möglichen Preisklassen und Größen. In letzter Zeit wurden diese allerdings immer mehr von Kaffeeautomaten wie Senseo oder Tassimo abgelöst, die mit Kaffeepads funktionieren. Kaffeepads sind mit fein gemahlenen Kaffee befüllte Filterbeutel, die in Kaffeeautomaten zum Beispiel Senseo oder Tassimo, eingelegt werden. Durch diese Filterbeutel wird dann das heiße Wasser durchgepresst. Diese Kaffeeautomaten gibt es auch für Gastronomie und Betriebe.
Die Zubereitung von löslichen Kaffee (Getränkepulver) ähnelt der Direktaufguss-Methode. Er kann dann nach dem Aufgießen ohne Weiteres getrunken werden. Löslicher Kaffee ist Kaffee, dem nach der Aufbereitung noch einmal Wasser entzogen wird.
Doch wie jedes geliebte Ding hat auch Kaffee seine Nachteile. So hat der Anbau von Kaffee beträchtliche Auswirkungen auf die Umwelt, da es teilweise zu massiven Rodungen kommt, die sich negativ auf den Klimawandel auswirken.
Nur beim ökologischen Anbau wird die Umwelt geschont. Der natürliche Lebensraum bleibt bestehen.