Gemüse

Als Kind wurde es gehasst und als Erwachsener für notwendig erachtet: Gemüse – Feind und Helfer zugleich. Welches Kind hat nicht schmollend am Mittagstisch gesessen, weil es mal wieder Spinat oder Rosenkohl gab? Und welches Kind hat nicht versucht, sich vor Gemüse zu drücken? Doch Gemüse gehört nun mal zu einem gesunden Leben und einer ausgewogenen Ernährung dazu.

Dabei ist Gemüse an sich sehr interessant. Schon die vielfältige Unterteilung des Gemüses sorgt für Erstaunen, denn kaum jemand kennt jede Kategorie, in die das Gemüse unterteilt wird. Doch was ist Gemüse? Gemüse sind essbare Pflanzenteile von wild wachsenden oder kultivierter krautiger Pflanzen. Wegen seines Gehalts an Mineralsalzen, Vitaminen, Extraktstoffen und ätherischen Ölen wird Gemüse oft als Beikost verwendet. Auch seine fördernde Wirkung auf die menschliche Verdauung ist ein Grund für die rege Verwendung von Gemüse.

Gemüse wird in Blattgemüse (Salat, Kohl), Blütengemüse, Fruchtgemüse, Wurzelgemüse (Knollengemüse, Zwiebelgemüse), Hülsenfrüchte und sonstiges Gemüse unterteilt. Zur Kategorie Blattgemüse gehören Salate und Kohl. Zu Salaten gehören zum Beispiel Gartensalate wie der Kopfsalat, Schnittsalat, Bindesalat oder Eisbergsalat. Auch Chicorée, Endivie, Rucola, Mangold und Spinat zählen zum Salat. Raps, Steckrübe, Schwarzer Senf, etc. zählen zum Kohl und sind genau wie die Salate Blattgemüse.

Die Kategorien Blütengemüse und Fruchtgemüse sind eher weniger geläufige Begriffe. Blütengemüse ist Gemüse, bei dem Knospen oder Blüten verzehrt werden. Dazu gehören zum Beispiel die Artischocke, Zucchini, Blumenkohl, Lilien, Dahlien und Broccoli.

Fruchtgemüse sind essbare Pflanzenteile, die weder Obst noch Gemüse zuzuordnen sind. Dazu zählen die Wassermelone, Gurken, Kürbisse, Tomaten, Aubergine, Avocado, Brotfrucht und andere. Hier ist nicht eindeutig klar, ob es sich hier um Früchte oder Gemüse handelt.

Die nächste Unterteilung ist das Wurzelgemüse. Hier handelt es sich um essbare, nährstoffreiche Speicherwurzeln, die botanisch als Rüben bezeichnet werden. Karotten, Knollensellerie, Rote Bete, Schwarzwurzeln zählen dazu. Wurzelgemüse wird aufgrund des süßlichen und aromatischen Geschmacks oft in der Küche verwendet. Diese Art Gemüse können gebraten, eingelegt, roh oder gekocht gegessen werden.

Knollengemüse und Zwiebelgemüse bilden die nächste Kategorie beim Gemüse. Hierzu zählen die Steckrübe, der Meerrettich, die Radieschen, Lauchgewächse wie die Zwiebel, Winterzwiebel, Schalotte, Porree und viele Andere.

Die Hülsenfrüchte bilden die letzte Kategorie. Limabohne, Feuerbohne, Gartenbohne, Buschbohne, Sojabohne und Erben sind Teil dieser Kategorie.

Die Vielfalt ist schier unerschöpflich. Trotzdem ist die Unterscheidung von Gemüse, Obst und anderen Nahrungsmitteln nicht so einfach. So glauben noch viele Menschen, dass Pilze zum Gemüse gehören. Das ist nicht richtig. Pilze sind eine eigene Kategorie.
Auch die Unterscheidung von Obst und Gemüse ist nicht einfach – kann aber anhand einfacher Kriterien vorgenommen werden. So ist Gemüse im Unterschied zu Obst gewöhnlich einjährig bzw. nur einmal tragend. Auch die Art des Verzehrs hilft bei der Unterscheidung. Während Obst meist roh verzehrt werden kann, muss Gemüse oft gekocht werden. Gemüse und Obst unterscheiden sich auch im Geschmack. Obst schmeckt meist süßlich oder säuerlich, während Gemüse oft noch mit Gewürzen zubereitet werden muss.

Manche Menschen leben nur von Gemüse, da sie Fleisch aus verschiedenen Gründen ablehnen. Oft lehnen Vegetarier Fleisch ab, weil sie es als Quälerei gegenüber Tieren empfinden oder sich ekeln. Die Gründe sind vielfältig.

Gemüse ist ein faszinierendes Nahrungsmittel und sollte öfter Eingang in unseren Ernährungsplan finden.